„Die Bundesregierung will im gesamten Jahr 2026 niemanden mehr für Integrationskurse zulassen, der oder die zu solch einem Kurs nicht verpflichtet ist”, schreibt die taz: https://taz.de/Bundesamt-blockiert-Zulassung/!6153153/
Wir sind wütend! Über die aktuelle Entwicklung in der Integrationspolitik.
In Deutschland werden gerade Integrationskurse für Geflüchtete und Zugewanderte deutlich eingeschränkt oder vorübergehend blockiert.
Ein genereller Zulassungsstopp verhindert, dass Menschen Zugang zu Bildungs-, Arbeits- oder Integrationsangeboten erhalten, die entscheidend für ihre gesellschaftliche Teilhabe sind. Wer von solchen Möglichkeiten ausgeschlossen wird, hat weniger Chancen, soziale Kontakte aufzubauen, Qualifikationen zu erwerben oder berufliche Perspektiven zu entwickeln. Das Risiko von sozialer Isolation steigt, insbesondere bei Personen, die ohnehin bereits benachteiligt sind.
Diese Isolation wirkt sich nicht nur auf das individuelle Wohlbefinden aus, sondern hat auch langfristige strukturelle Folgen. Ohne Zugang zu Weiterbildung oder formaler Anerkennung von Kompetenzen bleiben viele Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder sind vollständig vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Schlechtere Jobchancen führen wiederum zu geringeren Einkommen, unsicheren Lebensverhältnissen und eingeschränkter sozialer Mobilität.
Auf gesellschaftlicher Ebene verstärkt ein solcher Zulassungsstopp bestehende Ungleichheiten. Statt Chancengleichheit zu fördern, werden soziale Unterschiede verfestigt und teilweise sogar verschärft. Bestimmte Gruppen bleiben dauerhaft vom gesellschaftlichen Fortschritt ausgeschlossen, was das Risiko von Parallelstrukturen, Frustration und sozialer Spannungen erhöht. Langfristig kann dies das gesellschaftliche Zusammenleben schwächen und dem wirtschaftlichen sowie sozialen Zusammenhalt schaden.
Wir, die Initiative Togo Action Plus, fordern ein Ende pauschaler Zulassungsstopps. Sie schließen Menschen aus, statt Chancen zu eröffnen, und verschärfen soziale Ungleichheit. Wer Bildung, Arbeit und Teilhabe blockiert, nimmt Isolation, Perspektivlosigkeit und prekäre Lebensverhältnisse bewusst in Kauf. Das ist sozial ungerecht und gesellschaftlich kurzsichtig.
Zugang zu Chancen darf kein Privileg sein. Wir verlangen faire, transparente und menschenwürdige Regelungen, die Potenziale fördern, statt sie zu verhindern. Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein Recht. Eine Gesellschaft, die ausschließt, verliert – an Zusammenhalt, an Zukunft und an Menschlichkeit.
Sprache verbindet.